St. Raphael – Maria Trost

Katholischer Pfarrverband in München

Liebe Gemeindemitglieder,

auch in Ecuador grassiert das Coronavirus. Wie wir immer wieder in den Nachrichten hören können, ist die Lage besonders in Südamerika und Afrika sehr bedrohlich. Das liegt vor allem daran, dass die Menschen dort nicht die Hygienestandards haben welche beispielsweise in Deutschland vorherrschen. Leider blieb auch unsere Partnergemeinde davon nicht verschont. Derzeit gibt es 3 bestätigte Fälle in Pilahuin (Stand 15.06.), da die Menschen dort allerdings kaum bis nicht getestet werden ist die Dunkelziffer sicher um einiges höher.

Am Anfang der Pandemie gab es in Ecuador sehr strikte Beschränkungen. Die Menschen mussten sich isolieren und durften das Haus quasi nicht verlassen. Mittlerweile sind die Regelungen etwas gelockert worden und die Menschen dürfen ihr Haus wieder verlassen, um ihrer Arbeit nachzugehen. In Pilahuin wird ein Markt veranstaltet. Dort können verschiedene Produkte gekauft werden, sodass es nicht notwendig ist nach Ambato zu fahren.

Seit Mitte Juni kann auch endlich wieder eine Art der Armenspeisung stattfinden. Dies ist für die besonders armen und alten Menschen wichtig. Die Armenspeisung findet momentan am Samstag statt, da am Sonntag nicht mit dem Auto gefahren werden darf und es so für unsere Sozialarbeiter nicht möglich ist sonntags nach Pilahuin zu kommen. Gekocht wird vor Ort und die Menschen können sich das Essen verpackt abholen. Denjenigen welche sich das Essen nicht abholen können bringen unsere Sozialarbeiter es nach Hause.

Besonders dankbar sind wir auch unseren Sozialarbeitern, die sich in der „Corona-Hoch-Zeit“ mit Hilfe unseres ehemaligen Padres Fernando Ortega eine Sondergenehmigung geholt haben und mit diesem einmal nach Pilahuin fahren durften, um dort Essenspakete sowie Masken verteilen durften. Diese Hilfe ist besonders in dieser besonderen Zeit sehr wichtig.

Bedanken möchten wir uns natürlich auch bei allen Spendern. Besonders in dieser Zeit wissen wir es zu schätzen, wenn ihr weiter spendet! Es ist dort momentan wichtiger denn je, dass wir Geld für Essen zur Verfügung stellen.

Die Ärztin Frau Dr. Freire kann, aufgrund einer Sondergenehmigung, wieder jeden Sonntag nach Pilahuin fahren. Sie übernimmt die Aufklärung der Gemeindemitglieder betreffend den notwenigen Hygiene- und Schutzvorschriften.

Gottesdienste finden aktuell ebenfalls nicht statt. Padre José Raza hält dennoch Messen und überträgt diese per Lautsprecher nach draußen, so dass die Einwohner von Pilahuin die Messen zumindest hören können.

Auch von der Schule haben wir neue Nachrichten. Das neue Schuljahr wird in Ecuador digital beginnen. Das ist vor allem in unserer Partnergemeinde sehr problematisch, da sehr viele Familien weder über einen PC noch über eine Internetverbindung verfügen und die Kinder somit sehr viel Unterrichtsstoff verpassen, welcher nicht nachgeholt wird. Wir arbeiten momentan in Verbindung mit unseren Sozialarbeitern daran eine Lösung zu finden.

Wenn Sie helfen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte an:

Kath. Kirchenstiftung Maria Trost

IBAN: DE26 7509 0300 0002 1068 84

Liga Spar- und Kreditgenossenschaft e.G.

Kennwort "Hilfe für Ecuador"