St. Raphael – Maria Trost

Katholischer Pfarrverband in München

Geistlicher Impuls

Gedanken zum 2. Adventssonntag

Der Wolf findet Schutz beim Lamm, / der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, / ein kleiner Junge leitet sie. (Jes 11,6)

Paradoxe, der Biologie widersprechende Bilder für den Frieden findet der Prophet Jesaja. Es ist eine Vision, dass gegensätzliche, einander feindliche Kräfte zusammenfinden können zu Kooperation, ja vielleicht sogar zu Gemeinschaft.

Die Mobilität der modernen Welt wird aus In- und Ausland immer mehr Menschen mit verschiedener Herkunft, Kultur und Erfahrung zusammenbringen. Die natürliche Reaktion ist oft Angst und Abgrenzung gegenüber dem Fremden.

Die Vision des Jesaja erzählt, dass es anders geht: Frieden kann wachsen, wo Menschen einander mit Respekt begegnen. Wo sie diese kleine Vorleistung bringen, dem anderen sein Anderssein zuzugestehen – so wie wir ja auch selber so geachtet werden wollen, wie wir sind.

Und dann geschieht das Wunder: der Starke findet Hilfe bei dem, der schwach schien. Welche, die nicht miteinander konnten, werden Freunde.

Peter Jaumann, Pastoralreferent

 

Die vollständigen Texte der Tageslesungen mit Kommentar finden Sie hier: