una volta
Die Arbeiten von Annabelle Mehraein entstehen in Öl auf Aluminium-Dibond und bewegen sich im Spannungsfeld zwischen gestischer Malerei und urbaner Spurensuche. Ausgangspunkt sind die vielschichtigen Zeichen, die Menschen im öffentlichen Raum hinterlassen – bewusst oder unbewusst: Kratzer, Graffiti, Abrieb, Übermalungen, Reste von Plakaten oder zufällige Einschreibungen der Zeit.
Diese Spuren werden nicht dokumentarisch übernommen, sondern in einen malerischen Prozess übersetzt. Gestische Setzungen, Überlagerungen und Verdichtungen verwandeln sie in autonome Bildräume, in denen sich Erinnerung, Bewegung und Materialität miteinander verbinden. Das Aluminium-Dibond dient dabei nicht nur als Bildträger, sondern als widerständige Oberfläche, die den Dialog zwischen Farbe, Struktur und Geste verstärkt.
Die urbanen Zeichen verlieren ihre ursprüngliche Funktion und werden zu Archetypen menschlicher Präsenz. Sie erzählen von Aneignung, V Vergänglichkeit, Wiederholung und dem elementaren Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen. In der Abstraktion lösen sie sich von ihrem konkreten Ursprung und eröffnen einen universellen Bildraum, in dem individuelle Erfahrungen und kollektive Erinnerungen aufeinandertreffen.
Die Malerei versteht sich als Reflexion über das Sichtbare und das Verborgene: Was bleibt von menschlichem Handeln zurück? Welche Zeichen überdauern, welche verschwinden? Die Bilder machen diese flüchtigen Einschreibungen sichtbar und begreifen sie als zeitlose Formen menschlicher Existenz – als archetypische Spuren, die sich im Bild spiegeln und immer wieder neu gelesen werden können.
Zur Vernissage am Freitag, 02.10.2026 um 19:00 Uhr ergeht herzliche Einladung.
Die Ausstellung in der Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52, 80997 München ist vom vom 03.10.2026 bis 18.10.2026 jeweils Samstag von 16:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei, weitere Infos beim Kulturforum München-West
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.