St. Raphael – Maria Trost

Katholischer Pfarrverband in München

Geschichte von Maria Trost

Die Notkirche

Maria Trost war der Name der katholischen Notkirche, die 1956 an der Angerlohe, einem Waldgebiet nördlich der Rueßstraße, gebaut wurde. In dieser Kuratie, einem Ableger der Pfarrei St. Martin/Untermenzing, sollte eine neue Heimat für viele Vertriebene (Sudetendeutsche und Schlesier) entstehen. Hier konnten sie Trost finden, nachdem die Wirren des 2. Weltkrieges diesen Menschen viel abverlangt hatten.

Heute leben in Maria Trost schon die Enkelkinder der Gründergeneration. Neben den Einheimischen und Heimatvertriebenen kamen in den Jahren Menschen aus den verschiedensten Berufssparten und Gesellschaftsschichten dazu. Gastarbeiter, die in den Wirtschaftswunder-Jahren aus den südeuropäischen Ländern nach München kamen, tragen noch heute zu einer bunten Vielfalt in Untermenzing bei.

Die neue Kirche

Am 16. April 1972 weihte Julius Kardinal Döpfner die neue Kirche und das Pfarrzentrum ein. Jetzt war Maria Trost eine eigenständige Pfarrei. Heute steht die Kirche vor einer neuen Herausforderung. Der Priestermangel erforderte, dass in Maria Trost - als eine der ersten Münchner Pfarreien - ein neues Leitungsmodell eingeführt wurde. Im Februar 1996 installierte der Regionalbischof Engelbert Siebler Pfarrer Anton Merkle als Priesterlichen Leiter der Seelsorge und Pastoralreferenten Andreas Eichelbaum als Pfarrbeauftragten in einem Leitungsteam.

Und dann standen noch größere Veränderungen an: Wegen des Priestermangels müssen immer mehr Gemeinden zu Pfarrverbänden zusammengelegt werden. Auf dem Land ist dies schon seit über 20 Jahren gängige Praxis. Maria Trost bildet seit 2006 - entsprechend der pastoralen Planung des erzbischöflichen Ordinariates - mit der Nachbargemeinde St. Raphael einen Pfarrverband.

Maria Trost bietet ein breites Spektrum an Gemeindearbeit an. Für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senioren gibt es vielfältige Angebote. Ein Schwerpunkt der pastoralen Arbeit ist die Familienseelsorge.  Neben dem Haus für Kinder I und dem Integrativen Haus für Kinder II mit Platz für 180 Kinder von drei Jahren bis zur vierten Klasse, bietet die Pfarrei Eltern-Kind-Gruppen, eine Kinderbetreuung und Treffen für junge Frauen an.  Im Pfarrgemeinderat wurde eigens ein Arbeitskreis „Ehe-Familie-Frauen“ ins Leben gerufen.